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Besondere Schwerpunkte unserer Arbeit

Demokratiebildung Partizipation-Beschwerdekultur

Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsame Lösungen für Probleme zu finden. (v. R. Schröder)

Wir wollen ein offenes, wertschätzendes, und gerechtes Umfeld schaffen, in dem es Kindern möglich ist, eigene Bedürfnisse und Emotionen zu erkennen, auszudrücken und dafür einzustehen. Zudem soll jedem Kind die Möglichkeit geboten werden sich mit Unsicherheiten, Ängsten und Problemen an uns wenden zu können, sich angenommen zu fühlen und gegebenenfalls Hilfsangebote zu erhalten. Ebenso wichtig ist aber auch, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten von anderen zu erkennen und darauf zu reagieren.

Ein solch offenes, wertschätzendes Miteinander erfordert ein großes Maß an Sensibilität und Vertrauen von allen Beteiligten.

 

Unser tägliches Handeln stützt sich auf folgende Grundsätze.

  • Wir begegnen allen Kindern mit Wertschätzung, und Respekt!

  • Wir wollen ein vertrauensvolles Umfeld schaffen, in dem eigene Bedürfnisse und Empfindungen zum Ausdruck gebracht werden können. Auch die Bedürfnisse der anderen werden beachtet.

  • Wir achten die persönlichen Rechte von uns und anderen.

  • Wir stärken ihre Persönlichkeit und das Selbstvertrauen.

  • Wir nehmen Gefühle und Stimmungen ernst.

  • Wir sind ansprechbar für Probleme, Sorgen und Nöte und bieten Unterstützung an. Wenn möglich bieten wir Hilfe an und unterstützen bei der Suche nach Hilfsangeboten. Diese Gespräche werden vertraulich behandelt. Es werden keine unhaltbaren Versprechen oder Zusagen gemacht.

  • Wir respektieren und wahren persönliche Grenzen. Mit Nähe und Distanz müssen wir verantwortungsbewusst umgehen und diese einsetzen. Berichte über Grenzverletzungen werden ernst genommen und ihnen wird nachgegangen.

  • Jeder wird fair und gerecht behandelt. Die Regeln, Rechte und Pflichten gelten im gleichen Maße für alle.

  • Wir üben keinen Druck aus, auch keinen Lösungsdruck.

  • Durch Partizipation besteht die Möglichkeit, den Kindern Raum für Mitsprache und eigene Entscheidungen zu bieten. Daraus resultieren eine Steigerung des Selbstbewusstseins und eine realistische Einschätzung der Selbstwirksamkeit.

  • Soziale Kompetenzen sind eine große Ressource.

  • Durch zusätzliche Hilfsangebote wie z.B. Einzelintegration werden Verlässlichkeit und Unterstützung auch in Krisensituationen erfahren, und Vertrauen in diese, und die beteiligten Personen vermittelt.

  • Durch regelmäßige und gezielte Befragung und den kontinuierlichen Blick auf die Gefühlslage und Stimmungen der Kinder soll ein offener Austausch und ein aktuelles Bild von der gruppeninternen Situation, aber auch von den individuellen Befindlichkeiten ermöglicht werden. Jede Stimmung soll wertfrei und objektiv wahrgenommen werden.

 

Beispiele aus der Praxis

  • In Kinderkonferenzen lernen die Kinder ihre eigene Meinung zu artikulieren und zu vertreten. Es gibt keine falsche Meinung und keine falschen Antworten. Zuerst setzt sich die Gruppe mit einem aktuellen Thema auseinander, z. B. Wald. Gemeinsam wird erarbeitet welche Möglichkeiten in der nächsten Zeit zur Verfügung stehen. Es könnten Exkursionen gemacht, Bastelarbeiten gestaltet, Bücher angesehen, Lieder gesungen, und Spiele gebaut werden. Diese Möglichkeiten werden auf einem Plakat festgehalten. Dort darf auch jeder Teilnehmer (Kinder und Erwachsene) mit seinem Namen unterschreiben. Jeder Teilnehmer hat Mitbestimmungsrecht, d.h. jeder bekommt einen Klebepunkt, den er auf das Plakat kleben kann. Anhand der Punkte wird die Reihenfolge festgelegt in der die Angebote stattfinden. Hat ein Angebot stattgefunden, wird es auf dem Plakat abgehakt und die nächste Aktion gezeigt.

  • In persönlichen 4-Augen-Gesprächen können Gefühle, Stimmungen und Unsicherheiten ausgedrückt werden. Lösungsmöglichkeiten können gemeinsam erarbeitet werden, Hilfen und Unterstützung werden angeboten. Falls gewünscht oder notwendig werden weitere involvierte Kinder, Eltern oder Kollegen hinzugezogen.

  • Durch altersgerechte Mitsprachemöglichkeiten z.B. Was spiele ich? Mit wem spiele ich? und altersgerechte Aufgabenverteilung, z.B. aufräumen, Spüldienst, … wird Selbstwirksamkeit erfahren und geübt. Auch bei der Neugestaltung von verschiedenen Spielecken können die Kinder mitentscheiden. Zuerst werden verschiedene Ideen gesammelt und auf einem Plakat 3 Möglichkeiten festgehalten mit denen die Ecke bestückt werden soll. Jeder Teilnehmer bekommt nun einen Klebepunkt. Unter den drei Optionen wird gewählt, indem man seinen Klebepunkt entsprechend auf dem Plakat platziert. Bei Gleichstand gibt es eine Stichwahl.

  • Eigene Grenzen und Empfindungen werden sowohl im gemeinsamen Spiel als auch in gezielten Angeboten erkannt und ernst genommen. Ebenso werden auch die Grenzen und Empfindungen von anderen gesehen, benannt und angenommen.

  • Die Verankerung klarer Regeln im strukturierten Gruppenalltag hilft dabei, ein sicheres Umfeld zu schaffen und stärkt das Vertrauen in die Gruppe und deren Mitglieder.

  • Wir sehen Kinder als Experten

  • die aktiv sind und mitgestalten können

  • denen etwas zugetraut werden kann

  • die eine eigen Meinung, Wünsche, Ängste und Bedürfnisse haben

  • die Probleme realisieren und Lösungen finden können

  • die Verantwortung für sich und andere übernehmen können

  • die sich auch in die Lage von anderen versetzen können und deren Bedürfnisse erkennen

  • Wir sehen uns als Begleiter bzw. Moderator

  • wir unterstützen die Kinder dabei, Erfahrungen zu sammeln, eigene Interessen zu erkennen und fördern die kindliche Neugier.

  • wir vermitteln, dass jeder Gehör findet, der sich mitteilen möchte und jeder Wertschätzung erfährt.

  • wir bieten entwicklungsgemäße Anreize und Möglichkeiten, ebenso wie ein interessantes Umfeld

 

Beobachtungen von Bildungs- und Lernprozessen

Beobachtungen von Bildungs- und Lernprozessen bilden eine wesentliche Grundlage für pädagogisches Handeln in Kindertageseinrichtungen. Sie erleichtern es, die Perspektive des einzelnen Kindes, sein Verhalten und Erleben besser zu verstehen. Weiterhin geben sie Einblicke in die Entwicklung und das Lernen des Kindes und informieren über Verlauf und Ergebnis von Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Das Ergebnis ist Grundlage für die Planung und Lenkung zukünftiger Lernprozesse.

Als feste Vorgabe vom Staatsinstitut für Frühpädagogik gibt folgende drei Beobachtungsbögen für alle Kindertagesstätten:

 

Sismik

Dies ist ein Beobachtungsbogen für systematische Begleitung der Sprachentwicklung von Migrantenkindern.

 

Seldak (ab 4 Jahre)

Hierbei handelt es sich um einen Beobachtungsbogen für die systematische Begleitung der Sprachentwicklung für Kinder, die mit Deutsch als Erstsprache aufwachsen.

 

Perik (ab 3,5 Jahre)

Dieser Bogen dient zur Beobachtung der sozial- emotionalen Entwicklung des Kindes.

Für jedes Kind wird der entsprechende Bogen geführt und regelmäßig ausgefüllt.

Unter anderem dienen diese Beobachtungen auch als Grundlage für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit Eltern im Rahmen einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

Lustiges Sprechzeichnen

Für alle Kinder, die das vorletzte Kindergartenjahr vor sich haben, bieten wir spezielles Zusatzangebot an.

Es heißt „Lustiges Sprechzeichnen“.

Spielerisch lernen die Kinder Wichtiges über Sprache und Bewegung, was vor allem für das Schreiben lernen in der Schule von Bedeutung ist.

Die Übungen sind in 24 Hexengeschichten verpackt. Die Kinder sprechen und zeichnen gleichzeitig eine Form dazu.

Beginn: Januar

jeweils am Mittwoch ab 8.30 Uhr

 

Der Morgenkreis

 

Der Morgenkreis findet jeden Tag um ca. 9:00 Uhr in den jeweiligen Gruppenräumen statt. Dieser bietet den Kindern ein morgendliches Ritual und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Außerdem werden im Morgenkreis die Kinder gezählt und geschaut ob jemand fehlt. Dies übernehmen die Kinder selbstständig oder mit kleiner Hilfestellung. Im Morgenkreis werden zudem aktuelle Informationen zum Tagesablauf an die Kinder weiter gegeben und besprochen.

 

Geburtstagsfeier im Kindergarten

Zu Beginn der Kindergartenzeit realisieren viele Kinder erst bewusst, was es heißt Geburtstag zu haben, bzw. zu feiern.

Natürlich ergreifen wir auch hier die Möglichkeit die Kinder an diesem besonderen Tag pädagogisch zu begleiten und zu fördern.

Es ist uns wichtig das Kind in den Mittelpunkt zu stellen ohne materielle Hintergründe oder mitgebrachte Speisen.

Das bedeutet:

Das Geburtstagskind sitzt mit der Geburtstagskrone im Stuhlkreis an einem festlich gedeckten Tisch mit zwei Freunden, die es selbst aussucht.

  • Päd. Hintergrund: Wir feiern alle mit dir und freuen uns, aber besondere Menschen sind näher bei dir.

Es werden Kerzen dem Alter entsprechend auf dem Tisch entzündet.

  • Päd. Hintergrund: Zahlen und Mengen werden eingeübt, vorsichtiger Umgang mit Feuer gezeigt.

Jedes Kind gratuliert dem Geburtstagskind mit einem persönlichen Wunsch.

  • Päd. Hintergrund: Ich bin für alle wichtig und die Gruppe lernt einzeln aus der Menge hervorzutreten und so ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Wir singen Geburtstagslieder und sagen Fingerspiele auf.

  • Musikalische und kognitive Förderung

 

Wir beten für das Geburtstagskind.

  • Päd. Hintergrund: Wir verstehen uns als Teil der Schöpfung Gottes und danken dafür.

Jedes Geburtstagskind bekommt das gleiche kleine Geschenk.

  • Päd. Hintergrund: materielle Dinge stehen nicht an erster Stelle.

Wichtig ist es für uns, das die Kinder ihren Geburtstag als etwas Besonderes im Kindergarten erleben und trotz allem alle gleich behandelt werden. Deshalb verzichten wir bewusst auf das Mitbringen von Kuchen, anderer Speisen bzw. Einzelgaben für die Kindergartengruppe, damit sich die Eltern nicht unter Druck gesetzt fühlen, sei es unter dem zeitlichen oder finanziellen Aspekt oder auch dem Können.