Unser Bild vom Kind im Naturraum
„Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können." - Konfuzius
In der Waldpädagogik wird die Kindheit als eine eigene Lebensphase bzw. eine Daseinsform betrachtet. Die Kinder haben das Recht auf eigene Räume, Bedürfnisse und Ausdrucksformen. 1
Wir legen besonders Wert auf ein harmonisches und freundliches Miteinander. So lernen wir die Gefühle des anderen zu achten.
Durch gemeinsam festgelegte Regeln, wird ein vertrauensvoller Umgang untereinander möglich.
Uns ist es wichtig, dass die Kinder ihrem Recht nach Mitbestimmung nachgehen können. In unserer Kinderkonferenz am Freitag haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und unseren Waldalltag mitzugestalten.
Kinder begreifen mit allen Sinnen, lernen spielerisch und mit Freude. Wir legen großen Wert darauf, dass die Kinder ihrem Explorationsverhalten nachgehen können.
Wir fördern sie in all ihren Entwicklungsbereichen, bieten Stütze und Orientierung.
Durch selbständiges Ausprobieren der eigene Grenzen und die der anderen hinterlassen die Kinder ihre eigenen Spuren und lernen jeden Tag sich selbst, andere Kinder und ihre Umwelt besser kennen und schätzen.
Kinder wollen von sich aus lernen, ihre Neugierde und ihr Erkundungs- und Forscherdrang sind der Beweis. 2
Auf das Recht der Mitbestimmung
Im Wald haben die Kinder ein Recht auf ungestörte Spielabläufe. Auch das Recht auf Langeweile und Langsamkeit können wir im Wald umsetzten.
Sie haben ein starkes Gerechtigkeitsgefühl; sie haben Anspruch darauf, vorurteils- und wertungsfrei angenommen zu werden.
Wie unser Namenspatron Christophorus suchen wir mit den Kindern nach dem Wahren und Guten im Leben und lernen miteinander.
Mit dem gelebten Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ können Probleme gemeinsam gelöst und die Stärke jedes Kindes erkannt und ausgebaut werden.
vgl. Erzieher+ Erzieherinnen Band 2, S.311