Elternpartnerschaft und Kooperationen
Kooperation mit den Eltern
Kindergarten und Eltern sind gemeinsam für das Wohl der Kinder verantwortlich, da beide Seiten die Entwicklung der Kinder in entscheidendem Maße prägen. Gegenseitige Achtung, Wertschätzung und Ehrlichkeit sind für uns die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Die Weitergabe von Informationen bildet einen Schwerpunkt, wozu sich folgende Möglichkeiten anbieten:
Kurzer Austausch beim Bringen und Abholen der Kinder
Das Waldhandy
Die Waldeulen- Whats App- Gruppe
Der Schaukasten vor dem Waldkindergarten
Weitere Formen der Elternarbeit bilden Elterngespräche, die für jedes Kind einmal im Jahr und auf Wunsch auch öfter stattfinden.
Die Grundlage dieser Gespräche bilden Beobachtungsbögen wie PERIK oder SELDAK, welche vom Ministerium vorgegeben sind, um fundiert und fachlich über den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes zu sprechen und sich auszutauschen. Diese werden von den Erziehern sorgfältig für jedes Kind einmal im Jahr ausgefüllt.
Eingewöhnung
Die Neuaufnahme eines Kindes in die Waldgruppe bzw. das Eingewöhnen stellt für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung dar. Die dreijährigen Kindergartenkinder müssen sich auf eine neue Umgebungsqualität, den Naturraum einstellen und auf neue Menschen. Wichtig ist dabei, die Begleitung der Bezugspersonen des Kindes.
Damit der Übergang in den Waldkindergartenkindergarten gelingen kann, braucht es viel Vertrauen und Verständnis von Eltern und Erziehern.
Die Übergangsphase beginnt schon frühzeitig und in der Regel mit der Anmeldung des Kindes. Dabei werden erste Kontakte geknüpft und es besteht für beide Seiten die Möglichkeit Informationen auszutauschen.
Die Kinder können die Eltern gerne zur Anmeldung begleiten, was den Übergangsprozess sicherlich positiv beeinflussen wird.
Schnuppertage
Die Kinder dürfen vor dem eigentlichen Beginn bereits ihre neue Kindergartengruppe am Vormittag besuchen. Wichtig ist, dass Eltern dafür Zeit einplanen.
Circa vier Wochen vor der Aufnahme wird das Personal des Kindergartens Kontakt zu den Eltern aufnehmen und nochmals die Schnuppertage und deren Gestaltung miteinander festlegen.
In der Regel sind zwei Schnuppertage geplant, letztlich entscheiden aber die individuellen Bedürfnisse des Kindes den Umfang und den Ablauf.
Der Übergang
Es kann auch bei Bedarf sehr hilfreich sein, den Übergang mit dem Personal der Vorgängereinrichtung (Krippe) zu planen und zu begleiten bzw. sich auszutauschen, was aber nur mit Einwilligung der Eltern möglich ist.
Wir sehen die Gestaltung und Umsetzung des Übergangs als eine Aufgabe der Einrichtung und der Eltern. Diese gemeinsame Verantwortung erfordert von allen Beteiligten gegenseitige Offenheit und Akzeptanz.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung in den wärmeren Monaten ist aus Erfahrung für alle Beteiligten einfacher und effektiver.
Auch bei der intensiven Eingewöhnung muss auf jedes Kind individuell eingegangen werden.
Die Eltern sollten sich ca. 1 Woche Zeit für die Eingewöhnung nehmen, um eine sichere und schrittweise Eingewöhnung für das Kind zu gewähren.
Am ersten Kindergartentag besucht das Kind mit einer vertrauten Bezugsperson die Gruppe, ist das Kind offen und fühlt sich wohl, kann bereits der erste kleine Trennungsversuch gestartet werden. Uns ist wichtig, dass die Eltern sich dabei von den Kindern verabschieden.
Nach kurzer Zeit (ca. 1 Stunde) sollte die Bezugsperson wieder zurück in den Wald kommen, das Kind abholen und gemeinsam den Waldkindergarten verlassen. So verknüpft das Kind „Meine Mama holt mich aus dem Wald ab und gehen anschließend zusammen nach Hause“
Nach und nach können die Trennungsversuche individuell ausgedehnt und zeitlich verlängert werden.
Je nach den Bedürfnissen des einzelnen Kindes und der Jahreszeit können die Kinder in der ersten Zeit auch nach Absprache eher abgeholt werden.
Auch Eltern können den Übergang oder Neuanfang aktiv mit unterstützen bzw. erleichtern: Mit folgenden Hinweisen können Sie sich und ihrem Kind die erste Zeit im Kindergarten erleichtern:
Trennung von der Mutter rechtzeitig üben
(Kind ist andere Bezugsperson gewöhnt, schläft schon alleine bei der Oma, ist einen Nachmittag bei einer Freundin, …)
Den Umgang zu anderen Kindern pflegen
Das Kind mit dem Kindergarten bekannt machen
(Schnuppernachmittage, Feste im Kindergarten besuchen, bei der Anmeldung mitbringen, …).
Rücksicht auf körperliche Belastbarkeit nehmen
(Ruhepausen gönnen, Verweildauer im Kindergarten auf kindliche Bedürfnisse abstimmen, …).
Zusätzliche Belastungen vermeiden
(vorteilhaft wäre, wenn Kindergarteneintritt und andere große Ereignisse nicht zusammenfallen, z.B. Umzug, neues Geschwisterchen …)
Vernetzung/Kooperation
Wir als Waldkindergarten pflegen regen Kontakt mit dem Jagdrevierinhaber aus unserem Waldgebiet. Dieser besucht den Waldkindergarten auf Wunsch und zeigt und lehrt uns Spuren und Wissenswertes über den Wald und Waldtiere.